Der Bau kommt voran, trotz Mehrkosten bleibt das Projekt auf Kurs

Der Neubau KIFF 2.0 nimmt weiter Form an. Schritt für Schritt entsteht ein neues Zuhause für Konzerte, Kultur und Begegnungen. Die Eröffnung des neuen Kulturhauses ist im ersten Quartal des nächsten Jahres geplant. Bereits konkretisiert sich auch das künftige Programm. Für März 2027 sind mit Cataract und Baschi bereits bekannte Namen gebucht.
Manuela Haltiner

Dass das neue KIFF näher rückt, wurde auch am letzten Aprilwochenende deutlich, als Mitarbeitende, Aktivistinnen und Aktivisten, Sponsorinnen und Sponsoren sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik den Rohbau besichtigten. Begeisterung und Vorfreude auf das neue KIFF sind riesig.

Gleichzeitig zeigt die aktuelle Kostenprognose, dass der Bau teurer wird als ursprünglich budgetiert. Hauptgrund dafür ist die allgemeine Bauteuerung, die seit der Erstellung des ursprünglichen Kostenvoranschlags im Oktober 2021 stark (d.h. um 14,12 %) angestiegen ist. Allein diese Teuerung würde 4,07 Mio. Franken Mehrkosten ausmachen.

Hinzu kommen Zusatzkosten, die sich erst während der Bauausführung manifestiert haben und zum Zeitpunkt des Kostenvoranschlags noch nicht absehbar waren. Dazu gehören vor allem die notwendige Grundwasserabsenkung, weil der Grundwasserspiegel höher lag, als es das geologische Gutachten vorausgesagt hatte. Weitere Kostentreiber sind eine Anpassung bei der gewerblichen Kälteanlage aufgrund neuer Vorschriften, zusätzliche Arbeiten beim Abbruch und bei der Entsorgung sowie die neu zu erstellende Trafostation. Diese nicht voraussehbaren Zusatzkosten betragen rund 1,15 Mio. Franken.

Trotzdem liegen die Gesamtkosten für das Projekt weiterhin unter der allgemeinen Bauteuerung. Die prognostizierten Mehrkosten betragen gegenüber dem ursprünglichen Kostenvoranschlag 11,26 %. Dies zeigt, dass durch intensive Einsparungsbemühungen die unvorhergesehenen Zusatzkosten aufgefangen und die Auswirkungen der Teuerung in erheblichen Umfang reduziert werden konnten. Weiter ist diese Entwicklung für ein Bauprojekt dieser Grösse und Komplexität nicht aussergewöhnlich. Damit das von der Aarauer Bevölkerung beschlossene Projekt wie geplant fertiggestellt werden kann, braucht es nun jedoch eine finanzielle Lösung.

Wichtig ist dem KIFF zu erwähnen, dass der zusätzliche Finanzierungsbedarf nicht entstanden ist, weil zu wenig gespart oder nicht sorgfältig gearbeitet wurde. Auch wurde am Projekt nichts verändert. Im Gegenteil wurden zusammen mit der Projektleitung, dem Baumanagement, den Planerinnen und Planern sowie den beteiligten Unternehmen die Ausgaben laufend im Blick behalten. Dabei wurden technische Lösungen vereinfacht, Ausführungsdetails angepasst und Offerten kritisch geprüft. Wo möglich wurden Leistungen neu verhandelt oder Arbeiten günstiger umgesetzt.